Neuß-Grevenbroicher Zeitung vom
Montag, 24. September 2007

Die Rechnung ist aufgegangen

GREVENBROICH (jul)
Die Zufriedenheit steht ihm wirklich ins Gesicht geschrieben. Professor Dr. Hans-Rainer Willmen, Vorsitzender des Kunstvereins Grevenbroich ist glücklich. Überaus glücklich. Denn seine Rechnung - ein Bürgerfest für ganz Grevenbroich zu veranstalten - ist aufgegangen. Der Wundergarten des Lichts, ein dreitägiges Lichtkunstwerk im Stadtpark anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Künstlervereinigung am Wochenende, war ein beeindruckendes Lichtspektakel, das von den Grevenbroichern gut und gerne angenommen wurde.
So waren am Freitag, am Eröffnungsabend, nicht weniger als 5000 Besucher zugegen. Am Samstag zählten die Veranstalter sogar mehr als 10 000 Gäste. „Ich bin sehr, sehr zufrieden, aber natürlich auch ein wenig erschöpft", so Willmen im abschließenden Gespräch mit der NGZ. Nicht nur er, auch die Gastronomie sowie die beteiligten Kindertagesstätten, Schulen und das Seniorenheim Lindenhof seien von der großen Resonanz positiv überrascht gewesen. „Der musikalische Dämmerschoppen wurde sehr gut angenommen, die Gastronomie hat teilweise mehr als beim Grevenbroicher Schützenfest verdient und die Unterwasserwelt des Montessori Kinderhauses und die Planeten-Scheiben der Katholischen Hauptschule wurden vielfach gelobt", so Willmen. Sogar die selbst gebastelten Schiffchen der Kindertagesstätte Hartmannweg, die auf dem Teich im Braunkohlewäldchen schipperten, haben das dreitägige Event überlebt.

Künstlerische Darstellung

Und die Besucher? Sibille Hahn aus Rommerskirchen fand es schön, den Grevenbroicher Stadtpark einmal aus einer ganz anderen Perspektive zu sehen. „Es war zwar nicht sehr groß, aber es war schön für ein oder zwei Stunden dort durchzugehen und die unterschiedlichen Kunstwerke zu besichtigen." Elvira Hoffmeister aus Grevenbroich empfand die künstlerische Darstellung des Lichts innerhalb der Natur für besonders gelungen. „Sowohl die brennenden Baumstämme als auch die Bildprojektionen mit der Ballett- und Flamencotänzerin im Wasser haben mir und meinem Mann sehr gut gefallen." Insgesamt haben sechs Studierende des Fachbereichs Design der Fachhochschule Aachen unter der Leitung von Professor Rainer Plum in 20 verschiedenen Projekten Licht und Raum zusammengebracht und neu erlebbar gemacht. So hatte sich für ein Wochenende das ehemalige Landesgartenschaugelände in einen Wundergarten des Lichts verwandelt, der die Besucher mit den unterschiedlichsten Lichteinwürfen verzauberte. Mal mit Kerzenschein, mal mit LED-Technik, mal mit Laserlicht. Ein Wundergarten, der bei allen aber immer die Emotionen und die Sinne ansprach.

Prof. Willmen

Prof. Dr. Hans-Rainer Willmen, Vorsitzender des Kunstvereins Grevenbroich

Lichtskulptur im Stadtpark

Licht in allen erdenklichen Farben gab es im Stadtpark zu sehen.

Fotos: M. Reuter

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