StattBlatt 11/2007 vom
November 2007

Ein Jahr Teamwork für drei bezaubernde Nächte

Wundergarten des Lichts – ein studentische Nachbetrachtung

Der Kunstverein Grevenbroich feierte seinen 25. Geburtstag, indem er den Bürgern Grevenbroichs vom 21.-23. September 2007 einen "Wundergarten des Lichts" schenkte.

Die rundum gelungene Veranstaltung war ein echtes Highlight, bei dem einfach alles stimmte; sogar das Wetter machte mit! Die eigentliche künstlerische Arbeit leistete eine Studentengruppe der Fachhochschule Aachen rund um Prof. Rainer Plum. Auf dieser Seite möchten wir die Einzelleistungen noch einmal würdigen. Teilweise arbeiteten die Studenten fast ein Jahr an ihren Projekten. Jetzt geben wir ihnen Gelegenheit, die gezeigten Arbeiten zu kommentieren. Und sollten Sie per Zufall einen Lichtkünstler suchen oder ein Kompliment los werden wollen: die eMail-Adressen dienen zur Kontaktaufnahme.

Aleksandra Okwieka

Aleksandra Okwieka, 9. Semester

Surrealer Lichtertanz
Nichts ist wie es scheint. Wundern, staunen, neugierig entdecken, hinterfragen. Die Videoinstallation zeigte drei Frauen unter Wasser, die die physikalischen Gesetze außer Kraft setzten. Sie tanzten, liefen, lachten, atmeten und sprachen unter Wasser. Das Unterwasser-Video wurde auf Stoffsegel projiziert, die in den zwei Teichen hinter der Weberbrücke aufgestellt wurden. Die Segel erinnerten an Tagträume, die sich auf der Seenplatte abspielten.
olex@hotmail.de

Sara Jäger

Sara Jäger, 9. Semester

Mann im Mond
Die Installation „Reise zum Mann im Mond" sollte dazu anregen, die Mythologie des Mondes neu zu entdecken. Da sich der Mond in weiten Teilen der Erde mit anderen Gesichtern zeigt, entstanden in allen Kulturen verschiedenste Mythen über Wesen, die auf dem Mond leben. Hier durfte sich neu gewundert und Raum für neue Geschichten gegeben werden.
sara.jaeger@gmail.com

Florian Jäger

Florian Götze, 5. Semester

Garten der Disharmonie
Auf dem Pfad der verschiedenen Emotionen gelangte man in einen „Garten der Disharmonie". Hier sollten negative Empfindungen angesprochen werden, man wurde von einem Gefühl der Verlassenheit ergriffen. Aufflackerndes kaltes Licht, rote aggressive Effekte, Nebel, kahle, spitze Stämme und ein Wirrwarr von bedrohlichen Klängen vermittelten ein Gefühl der Disharmonie.
Harvey.goetze@gmx.de

Irina Klokow

Irina Klokow, 9. Semester

Poesie-Garten
Ich habe mich mit dem Wort „Licht" beschäftigt und mir Zitate, Gedichte und Sprichwörter angeschaut. Es ist interessant zu sehen, wie Licht beschrieben und empfunden wird was Licht in Menschen auslöst und wie diese es in Worte fassen. Momentan arbeite ich an meiner Diplomarbeit und die baut auf der Idee des Poesiegartens auf.
info@irinaklokow.de

Irina Klkow

Inga Weiss, 9. Semester

Schwarzlicht-Installation
„Spannung" (Material LISA- Kunststoff). Meine Absicht war es, anhand meiner Installation den Stromfluss und die enorme Energie, die hinter dem Stromverbrauch steckt, zu symbolisieren. Der Betrachter / Konsument konnte sich mit Hilfe der Installation dem Thema Strom bewusst werden.
inga.weiss@hotmail.de

Irina Klkow

Frederike Daun, 5. Semester

Zaubergarten
Mit Hilfe einiger Studenten des 3. Semesters entstanden märchenhafte Ton Skulpturen, die durch Kerzenlicht im inneren zum Leuchten gebracht wurden. Diese sollten die kindliche Fantasie, die in jedem von uns steckt, erwecken und den Besucher in eine zauberhafte Märchenwelt entführen.

Goetze + Daun

Frederike Daun und Florian Götze, 5. Semester

Unterwassertraum
Bei diesem Projekt wollten wir Unterwasser über Wasser darstellen. Dies schafften wir durch eine Videoinstallation mit Fischen, die in die angrenzenden Bäume projiziert wurde, mit Fischernetzen, Quallen und einer Seifenblasemaschine, die Luftblasen produzierte. Eine atmosphärische Geräuschkulisse untermalte dabei den Unterwassertraum.

Impressionen vom Wundergarten des Lichts

Wundergarten des Lichts - Hintergrund

Teamwork für den „Wundergarten des Lichts"
Irina Klokow und Inga Weiss kümmerten sich während der Illumination im Grevenbroicher Parkgelände nicht nur um ihre Installationen; die Aachener Designstudentinnen unterstützten das Gesamtprojekt sehr engagiert. So bewiesen sie auch Initiative, als es um die Öffentlichkeitsarbeit ging. Offensiv suchten Sie den Kontakt zum StattBlatt, aber nicht, um über die eigene Arbeit zu berichten, sondern um das ganze Projekt darzustellen und auf die vielen Helfer hinzuweisen, ohne die der Wundergarten des Lichts niemals hätte stattfinden können.
Ohne Menschen, wie zum Beispiel Burghard Juterbock (Lehrbeauftragter an der FH Aachen), Ingo Schnichels und Christian Fendt (exact Eventtechnik), Stefan Pelzer-Florak (Museum Villa Erckens) und sein Team, die Mitarbeiter des RWE, der NW, der GWG, der WGV, die Kinder und Pädagogen der Kindergärten und Schulen, die Mitarbeiter der Stadt Grevenbroich, die Citycrew (Workflow Werbeagentur), Stötzer Security, EGN und unzählige nichtgenannte „stilleMitarbeiter", wäre eine Veranstaltung, die von gut 30.000 Besuchern frequentiert wurde, niemals realisierbar gewesen. Nicht zu vergessen die dezente Präsenz der Polizei, die zu einem sicheren und friedlichen Fest ebenfalls beitrug. Apropos Stimmung: Stefanie Weiss an der Harfe, Max Maxelon am Cello, die Kölner Salonlöwen, Indigo Mood und Rainer Weiss am Klavier sorgten für die passenden atmosphärischen Klänge.
Nicht genannt wurde von den beiden Studentinnen das schöne Wetter, denn auch Petrus schien beim Grevenbroicher Teamwork mitzuwirken. Der Kunstverein scheint überaus gute Verbindungen zu haben... TW

Fenster schließen