Neuß-Grevenbroicher Zeitung vom
5. Dezember 2006

Graubner kommt zum Silber Jubiläum

GREVENBROICH (lina)
Proppenvoll war der Bernardussaal, als der Grevenbroicher Kunstverein jetzt zur Jahresabschlussfeier lud. Ein kölsches Kabarettprogramm sorgte für einen unterhaltsamen Abend. Der Rückblick auf das vergangene Jahr fiel positiv aus und für die kommenden Monate kündigt Kunstvereins-Vorsitzender Professor Rainer Willmen spektakuläre Aktionen an. Im nächsten Jahr feiert der Kunst-Verein sein 25-jähriges Bestehen. „Daher planen wir im Mai eine große Ausstellung im Museum Villa Erckens", verrät Willmen. Gotthard Graubner wird seine Werke in der Villa Erckens zeigen. Der Düsseldorfer, der auch auf der Insel Hombroich lebt, gilt als Maler, der unbeeinflusst von den Entwicklungen der gegenwärtigen Kunst konsequent seinen eigenen Weg beschreitet. Der Professor für Malerei schuf unter anderem Werke für den Amtssitz des Bundespräsidenten in Berlin und ist bekannt dafür, dass er das Eigenleben der Farbe in den Mittel punkt seiner künstlerischen Arbeit stellt. So schafft er abstrakte Malereien, die oftmals auch in die dritte Dimension vordringen. „Ich bin sehr froh, dass wir diesen Maler für eine Ausstellung hier in Grevenbroich gewinnen konnten", so Professor Willmen: „Das ist eine große Sache." Für September plant der KunstVerein ein Projekt gemeinsam mit der Fachhochschule Aachen. Unter dem Motto „Zauberwelt des Lichts" sollen in der ganzen Schloss-Stadt entsprechende Kunstwerke installiert werden. Professor Rainer Plum wird diese Aktion gemeinsam mit Studierenden mehrerer Semester umsetzen. „Die Aachener waren bereits hier und haben sich vor Ort umgesehen", sagt Willmen. Er betont: „Wir als Kunstverein wollen uns auch im kommenden Jahr nach Kräften dafür einsetzen, dass die Attraktivität der Innenstadt weiter gesteigert wird. Ich denke, mit diesen beiden Projekten werden wir auch 2007 wieder einen ansehnlichen Beitrag hierzu leisten." Mit der Arbeit des vergangenen Jahres ist der Vorsitzende des Kunstvereins ebenfalls zufrieden: „Es ist uns wieder gelungen, qualitativ hochwertige Konzerte, Kunstausstellungen und Kleinkunstabende zu organisieren." Mittlerweile zählt der Kunstverein rund 300 Mitglieder. Zur Jahresabschlussfeier trafen sich die Mitglieder und Freunde des Vereins nun im Bernardussaal. Sängerin und Entertainerin Charlotte Rettig und Musiker Steve Nobles sorgten mit ihrem Kabarett-Programm „Janz persönlich!" dafür, dass die Lachmuskeln der Besucher aufs Äußerste strapaziert wurden. Mit fieser Satire rund um Schönheitswütige, Quellekatalog-Besteller und Spießer sorgten die Rheinländerin und der texanische Wahl-Kölner für Erheiterung beim Publikum. Kölsche Chansons mit witzigen, stimmungsvollen Texten rundeten das Abendprogramm ab. Den Auftakt des Abends bildete eine Modenschau von Anne Bitter, bei der weibliche Mitglieder des Kunstvereins als Modells fungierten. Auch im kommenden Jahr soll die Jahresabschlussfeier wieder die letzte große Aktion in der Adventszeit sein. „Wie genau wir die Feier im Jubiläumsjahr gestalten werden, wissen wir aber noch nicht", so Rainer Willmen.

Charlotte Rettig und Steve Nobles

Charlotte Rettig und Steve Nobles (Mitte) bestritten das Rahmenprogramm beim Kunstverein. Die Gemeinschaft feiert im nächsten Jahr ihr Silberjubiläum.
NGZ-Foto: M. Reuter

Fenster schließen